Zehn Fragen zur artgerechten Pferdehaltung
Die Lösung erfährst du, indem du den
Lösungstext mit der Maus markierst.
1. Weshalb sollten wir Pferde artgerecht halten?
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Artgerecht gehaltene Pferde sind glücklicher und
gesünder. Sie sind ausgeglichen und ihre
Leistungsbereitschaft steigt.
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Es kommt billiger, die Pferde einfach auf eine Wiese zu
stellen. Gerade für Freizeitpferde lohnt es sich
nicht, viel Geld für einen Stall auszugeben.
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Artgerecht gehaltene Pferde entwickeln sich schneller
und besser. Man kann sie früher einreiten und
länger im Turniersport einsetzen.
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Es ist ein unvergessliches Erlebnis, Pferden auf der
Weide zuzusehen. Artgerechte Haltung bedeutet einfach
mehr Unterhaltung für den Menschen.
Lösung: a)
ist richtig.

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2. Welcher Boden ist für Pferde der Beste?
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Möglichst harter und rauer Boden. Am besten
Zement oder grobe Steine. Diese Böden
härten die Hufe und sorgen für
maximalen Hornabrieb.
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Am besten sind unterschiedliche Böden in
verschiedenen Härten im Auslauf. Das ist gut
für die Hufe und Beine des Pferdes. Der
Boden muss trocken sein und darf auch nach
anhaltendem Regen nicht zum Schlammloch werden.
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Glatter Boden ohne Ritzen ist am besten. Dort
können sich keine Krankheitskeime einnisten,
was Strahlfäule und Hufabszessen vorbeugt.
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Pferde sollten auf möglichst weichem Boden
mit viel Feuchtigkeit stehen. Er sorgt für
weiche Hufe und belastet die Gelenke nicht.
Lösung:
b) ist richtig.
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3. Welche der folgenden Haltungsformen ist die
pferdegerechteste?
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Robusthaltung
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Paddockbox
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Innenbox
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Anbindestand
Lösung: a)
ist richtig.
4. Welche Aussage stimmt nicht? Ausschlaggebend für
artgerechte Haltung ist unter anderem …
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… ein Stall ohne Verletzungsrisiken wie
hervorstehende Nägel und Schrauben, spitze Kanten,
Glasfenster usw.
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… rund um die Uhr zur Verfügung stehendes
Raufutter.
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… tägliches Putzen des Pferdes und
regelmässiges Einschampoonieren und Waschen.
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… frische Luft, viel Platz und
uneingeschränkter Kontakt zu anderen Pferden.
Lösung: c)
ist falsch.
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5. Wie hell sollte es in einem Pferdestall
mindestens sein?
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So hell, dass man bei Tageslicht ein
gelblichweisses Blatt Papier von einem
hochweissen Papier unterscheiden kann.
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So hell, dass man mind. acht
Stunden am Tag ohne elektrisches Licht auskommt.
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So hell, dass man ohne
sich anzustrengen eine halbe Stunde lang das
Kleingeschriebene einer Zeitung lesen kann.
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So hell, dass man aus einem Meter Entfernung die
einzelnen Mähnenhaare eines Pferdes erkennen
kann.
Lösung:
c) ist richtig.
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6. Wie oft sollte der Pferdestall ausgemistet werden?
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Täglich die nasse Einstreu entfernen und
mindestens einmal am Tag die Bollen einsammeln
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Je nach Einstreu alle 2 – 3 Tage
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Mindestens einmal pro Woche
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Täglich die Bollen einsammeln, monatlich frisch
einstreuen und alle halbe Jahre die komplette Einstreu
rausnehmen.
Lösung: a)
ist richtig.
7. Was solltest du tun, wenn ein Pferd in deiner Umgebung
offensichtlich schlecht gehalten wird?
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Heimlich zu ihm gehen, es putzen und füttern.
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Du kannst gar nichts tun.
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Tierschutzverein / Polizei einschalten und das Pferd
selber versorgen, bis diese kommen.
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Tierschutzverein / Polizei einschalten, aber dem Pferd
nicht helfen, weil es ihm sonst möglicherweise
nicht schlecht genug geht, als dass die Behörden
etwas unternehmen können.
Lösung: d)
ist richtig.
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8. Was für ein Stall ist auf dem Foto zu
sehen?
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Das sind Anbindestände. Absolut nicht
artgerecht.
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Das sind Startboxen für Rennperde.
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Das sind Deckstände.
Die Stuten werden darin angebunden und dann
lässt man sie vom Hengst bespringen.
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Das sind Fresstände in einem Offenstall.
So können auch rangniedere Pferde in Ruhe
fressen.
Lösung:
d) ist richtig.
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9. Wer oder was steckt hinter dem Kürzel
«LAG»?
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Laufstall-Arbeits-Gemeinschaft: Setzt sich ein für
die Laufstallhaltung
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Liege-Auslauf-Garten: Eine Sonderform des Offenstalls
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Lebens-Absicherungs-Gesellschaft: Überwacht den
Stallbau und überprüft Ställe
hinsichtlich Sicherheit
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Lobenswerte Auslaufhaltung in der Gruppe: Auszeichnung
für besonders artgerechte Offenställe
Lösung: a)
ist richtig. Siehe www.lag-online.ch
10. Was können die Folgen nicht artgerechter
Pferdehaltung sein?
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Satteldruck, Zahnprobleme, häufiges Verfohlen,
Unfruchtbarkeit
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Anfälligkeit auf Erkrankungen der Atemwege und des
Bewegunsapparates (Lahmheiten),
Verhaltensauffälligkeiten, Schreckhaftigkeit oder
Apathie, Stress
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Übermässiges Hufwachstum, Respektlosigkeit
gegenüber dem Menschen, ständiges Wiehern
(Hilfeschrei)
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Abnormalitäten wegen Vermenschlichung: Die
Verdauung verändert sich, die Pferde werden
kälteempfindlich und müssen immer sehr sauber
geputzt sein, damit sie nicht krank werden.
(Geschwächtes Immunsystem)
Lösung: b)
ist richtig.