Das frische Gras lockt

Pferde darf man im Frühling nicht einfach direkt stundenlang auf die Weide lassen. Das junge Gras ist nämlich sehr eiweissreich und zuviel davon tut nach der kargen Winternahrung nicht gut. Vor allem Ponys, Esel, Maultiere, Maulesel und leichtfuttrige, genügsame Pferderassen bekommen leicht Hufrehe*, wenn man sie nicht sorgfältig an das frische Gras gewöhnt. Für den Anfang reichen schon fünf bis zehn Minuten Grasenlassen pro Tag. Allmählich kann man die Weidezeit dann auf eine Viertel- oder halbe Stunde steigern und so weiter stundenweise bis zu einem ganzen Tag. Wie lange ein Pferd dann auf die Weide darf, hängt davon ab, wieviel es leistet und ob es noch anderes Futter bekommt. Ein Shetlandpony beispielweise, das ab und zu mal von Kindern ein wenig geritten wird, braucht meist kein Zusatzfutter und darf nur auf einer mageren Wiese den ganzen Tag grasen. Sonst wird es zu fett.

Mit Lippen und Zähnen rupft das Pferd das kurze Gras ab

*Hufrehe ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung der Hufe. Das Pferd steht dann mit vorgestreckten Vorderbeinen und verlagert das Gewicht auf die Hinterbeine, um die Vorderbeine, zu entlasten. Hufrehe ist oft unheilbar und das Pferd muss getötet werden oder es ist danach nur noch beschränkt reitbar.